Login

 
bridging creativity and economy

 

  Kultur- und Kreativwirtschaft in Europa - Kohärente Politik in einer globalen Welt  
Europäische Konferenz im Rahmen der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007
am Donnerstag, 3. Mai und Freitag, 4. Mai 2007 in Berlin.
 
"Der europäische Kultursektor zeitigt überdurchschnittliches Wachstum und ist von großer Bedeutung für den Arbeitsmarkt."
Ján Figel, EU-Kommissar für Kultur, Brüssel, 15. November 2006
  
Kulturwirtschaft hat eine neue Bedeutung in der Lissabon Agenda
Die von der EU-Kommission im November 2006 vorgestellte Studie "The Economy of Culture in Europe" ist der Ausgangspunkt der Tagung zur Europäischen Kreativwirtschaft. 5,8 Millionen Beschäftigte erwirtschafteten 2003 rund 654 Mrd. Euro in den verschiedensten Kulturbranchen wie z.B. Literatur, Film, Musik, Architektur, Theater, Bildende Kunst, Tanz und in Kreativsektoren wie Werbung, Design und Videospiele. Die Studie zeigt die Heterogenität der Kulturbranchen einerseits, ihre gemeinschaftliche Identität als Kultur- und Kreativsektor andererseits, die überraschenderweise - auch für viele Kulturschaffende selbst - 2,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) der EU erzeugt. Die Kulturwirtschaft leistet einen Beitrag zur Wirtschaft in Europa, der höher ist als der der Ernährungsbranche (1,9%) oder der Chemieindustrie (2,3%).
 
Politik in Europa soll europäische Kulturschaffende im globalen Wettewerb stärken.
Die Kulturwirtschaft hat eine neue Bedeutung für Europa - so der EU-Kulturministerrat 2006. Die Ausgaben für Kultur sind solide Investitionen, betont EU-Kommissar Ján Figel. Dies wirft die Frage auf, wie Politik Kulturschaffende in Europa, die in der Erstellung und Vermittlung von Kulturprodukten im globalen Wettbewerb stehen, effektiver als bisher unterstützen kann. Wie können die Potentiale der Kultur bestmöglich einen Beitrag zur Lissabon - Strategie für Wachstum und Beschäftigung leisten? Schon unter der englischen, österreichischen und finnischen Ratspräsidentschaft wurde dieses Potential der Kultur zur Schaffung von Wachstum und Beschäftigung in Europa focussiert. Es gibt Handlungsbedarf, damit Europa in der Weltwirtschaft nicht "noch weiter hinter andere Regionen der Welt zurückfällt." Dabei wurde zur besseren Förderung der Kulturwirtschaft die Idee entwickelt, dass eine kohärente, d.h. eine angesichts der Branchenvielfalt koordinierte Politik noch effektiver als bisher die Kulturwirtschaft stärken kann.
 
 
Eine neue kohärente Politik für den Kultursektor in Europa
Ziel der Tagung ist es, die Idee einer Koordinierung von Kulturwirtschaftspolitik weiterzuentwickeln. Wie können Strategien verschiedener politischer Akteure wie der Kommunen, der Regionen, der Mitgliedstaaten und der Europäischen Union koordiniert werden? Wie kann bei zielgerichtetem koordinierten Handeln dennoch die Heterogenität und Eigenart der Kulturbranchen gestärkt werden, die so gegensätzlichen Marktgesetzen wie der Unikaterstellung einerseits und der Serienproduktion andererseits unterliegen?
 
Auf der Tagung wird zunächst die von der EU-Kommission in Auftrag gegebene Studie zur "The Economy of Culture in Europe" vorgestellt sowie verschiedene nationale Modelle einer Politik für Kulturwirtschaft in Europa diskutiert. Darauf folgt die Betrachtung der Kulturwirtschaft Europas aus der Praxis: Europas führende Kreative stellen ihre Sicht der Lage der Kulturwirtschaft vor, um die Herausforderungen, vor denen die Akteure weltweit stehen, zu identifizieren. Auch stellt das UNESCO Institut für Statistik aus Montreal die Entwicklungen in Indien, Brasilien und Asien vor.
 
Zur Fortentwicklung einer kohärenten Politik wird auf der Fachtagung von folgender Arbeitshypothese ausgegangen: Der Erfolg einer kohärenten Politik kann sich nur dann einstellen, wenn diese aus Sicht der Akteure effektiv ist. Daher werden in branchenspezifischen Workshops die Anforderungen an eine kohärente Kulturwirtschaftspolitik aus Sicht der Kreativen und Akteure formuliert - modellhaft aus Sicht der Kommunen am Beispiel der Europäischen Kulturhauptstädte, aus Sicht der Regionen am Beispiel des Warschauer Musikfestivals, aus Sicht der Mitgliedstaaten am Beispiel der Mode und aus Sicht der Europäischen Union am Beispiel der Architektur. Ein themenspezifischer Workshop widmet sich der Qualifizierung von Akteuren in der europaweiten Kulturwirtschaft.
 
Diese sektor- und zugleich trägerspezifischen Anforderungsprofile können die Grundlage für eine kohärente Politik für die Kulturwirtschaft in Europa sein.
 
 
Veranstalter
Die Tagung wird veranstaltet von der Friedrich-Naumann-Stiftung Berlin und dem Büro für Kulturpolitik und Kulturwirtschaft und unterstützt durch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland, die Dresdner Bank sowie die Europäische Union.
 
Kooperationspartner sind die Deutsche UNESCO Kommission e.V. das UNESCO Institut für Statistik, das Land Rheinland Pfalz, die BerlinPartner GmbH, der Arbeitskreis Kulturstatistik, die vertikult media-k GmbH und der Deutsche Kulturrat.
 
Termin und Ort
Die Tagung findet im Rahmen der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 am Donnerstag, 3. Mai bis Freitag, 4. Mai 2007 in Berlin statt.
 
Website der 4. Jahrestagung Kreativwirtschaft unter www.european-creative-industries.eu
  Sprachauswahl  
  Konferenz 2006  

Portal Kulturwirtschaft
in Deutschland

3. Jahrestagung Kulturwirtschaft
2006, Tagungsmappe